Reiche114 Fabrik

Der Gebäudekomplex der Reichenberger Straße 114, Kreuzberg,  besteht aus Vorderhaus, Seitenflügel, Quergebäude und Fabrik. In den 80er und 90er Jahren waren viele der Wohnungen in den unterschiedlichen Gebäuden besetzt. Im Laufe der Legalisierung wurden die vorderen Häuser mit öffentlichen Geldern saniert, es wurden Verträge ausgehandelt. Die Fabrik im 2. Hinterhof wurde nicht saniert, sie wird seit 30 Jahren bewohnt und von den Bewohner_innen instandgehalten.

Das Grundstück Reichenberger 114 mit der Fabrik
Die Reichenberger 114 mit der Fabrik

Im Juni 2012 wurde allen Bewohner_innen des Fabrikgebäudes gekündigt.

Weil wir weiter miteinander hier leben wollen, entstand die Idee, die Fabrik gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat zu kaufen.

Damit wollen wir bezahlbaren Wohnraum für die jetzigen, neuen und zukünftigen Mieter_innen der Fabrik schaffen, der auch dann noch fortbesteht, wenn die heutige Generation das Projekt längst verlassen hat.

Wir sind derzeit 19 Erwachsene und 6 Kinder im Alter zwischen 2 und 55 Jahren, die zum Großteil seit 15 Jahren und länger hier leben. Mit dem Kauf des Hauses wollen wir die jahrzehntelang gewachsene Struktur selbstorganisierten Wohnens und Lebens erhalten.

Neben dem Wohnraum soll der seit Jahren von Graffitti- und Stencilart Künstler_innen genutzte Raum zu einer Ateliergemeinschaft ausgebaut werden.

Bisher unregelmäßig genutzte Räume, wie eine Remise im 3.HH , sollen als Treffpunkt für Gruppen wie z.B. das regelmäßige Kieztreffen genutzt werden können.

Wir wenden uns explizit gegen die Schaffung privaten Immobilieneigentums. Das von uns gewählte Konzept des Kauf der Reiche 114 Fabrik gemeinsam mit dem Mietshäusersyndikat soll Raum für Selbstorganisation und Solidarstruktur schaffen und damit dazu beitragen, gewachsene Kreuzberger Kiezstruktur zu stützen.

Finanzieren wollen wir das Projekt über arrow_red Direktkredite, auch von Euch!

Schema des Syndikats
Schema des Syndikats